Was ist ein Gadget?2018-07-06T12:04:36+00:00

Was ist ein Gadget?

Duden:

kleiner, raffinierter technischer Gegenstand
(der auch für Spielereien geeignet ist)

was ist ein gadget

Was ist eigentlich ein Gadget?

Ja genau… Was ist das denn eigentlich, ein Gadget?
Vor einiger Zeit gab es diesen Begriff noch überhaupt gar nicht. Zumindest war er noch nicht weit verbreitet.
Heutzutage ist er nahezu in aller Munde.
Auch DU hast ihn sicherlich schon genutzt!
Doch wofür?
Was beschreibt man mit einem Gadget überhaupt?

Wir haben intensiv nach Erklärungen, Definitionen und Beispielen gesucht, um euch diese vielfältige Art von Bezeichnung einmal näher zu bringen.

Laut Duden…

…ist ein Gadget ein „kleiner, raffinierter technischer Gegenstand“.
Übersetzt bedeutet das so etwas in der Art wie eine „technische Spielerei“.
Das Duden fügt auch den umklammerten Zusatz an:
„… (der auch für Spielereien geeignet ist)“

Doch irgendwie nennen die Leute auch nicht-technische Artikel Gadgets. Und auch wir von *Gadget-for-You* handhaben das so?!
Irgendwie verwirrend…

Lass uns einen Blick auf die Entstehung des Begriffes werfen:

duden

Ursprung

Mit dem Begriff Gadget ist das so eine Sache – es gibt viele Herkunftstheorien und mindestens genauso viele Definitionen. Die Herkunft des Wortes ist auf alle Fälle umstritten.

Wer kennt aus seiner Jugend nicht den berühmten Inspector Gadget?

Mit Hilfe allerhand technischer Ausrüstung jagte er (nicht immer ganz erfolgreich) Verbrecher.
In seinem Körper und seiner Kleidung waren viele verschiedene Geräte verbaut. Schon damals als Gadgets bezeichnet.

Inspector Gadget wurde im Jahre 1983 produziert. Wir müssen unsere Suche also noch früher ansetzen.

Vor 1983

Allzu weit müssen wir unseren Inspector Gadget gar nicht verlassen, denn wir bleiben in Frankreich.

Nach dem britischem Etymologen Michael Quinion ist eine Entlehnung aus dem französischen Dialektbegriff „gagée“ nicht ganz unwahrscheinlich. Übersetzt steht es für Werkzeug. Die Briten und Franzosen nutzten dieses Wort wohl als Ersatz-Namen für Dinge, dessen Begriff ihnen nicht mehr einfiel. Hierzulande vergleichbar mit dem deutschen „Dingens“.

Untermauert wird diese Theorie durch das „Webser Encyclopedic Dictionary of English Language“, wonach der ebenfalls aus dem Französisch stammende Begriff „gâchette“ fällt, was schon eher dem heutigen Gadget gleich klingt. „Gâchette“ steht hierbei für einen Schnapphahn eines Schlosses, Riegels oder Waffenschlosses.

Und auch die 3. Theorie stammt aus Frankreich. Die Firma Gaget, Gauthier & Cie, welche zum großen Teil für den Bau der Freiheitsstatue verantwortlich war, baute ein Miniaturmodell der Freiheitsstatue und verkaufte dieses kleine Modell unter deren Namen „Gaget“. (ja richtig, hier fehlt noch ein ‚d‘!)

Sogar vor 1900 ?!

Doch woher stammt der Begriff denn nun?
Müssen wir wirklich noch weiter zurückgehen?

Der älteste überlieferte Schriftliche Nachweis des Wortes führt ins Jahre 1886 zurück. Rober Browns spricht in seinem Buch „Spunyarn and Spindrift, A sailor boy’s log of a voyage out and home in a China tea-clipper“ erstmals Schwarz auf Weiß von einem Gadget. Das Wort fällt währenddessen ein paar Matrosen von ihrer Ausrüstung sprechen und sich in dem Moment nicht ganz an den Namen ihrer Ausrüstung erinnern können.

So spricht auch das Oxford English Dictionary von einem anekdotischen Hinweis aus den 1850er Jahren, wonach das Wort Gadget als Ersatz-Name für ein technisches Gerät, dessen Name entfallen ist, genutzt wird. Das deckt sich in etwa mit der Verwendung wie es die Matrosen in Rober Browns Buch taten.

Und heute?

bigbangtheory

Von der alten Geschichte hin über damalige Superhelden hinweg, reicht die Nutzung des Begriffs in unsere Neuzeit über neue Bekanntheiten hinein.
Waren es damals noch Typen wie James Bond, die mit ihren raffinierten Ideen verblüfften, sind es heute eher sogenannte Nerds und Geeks.

Nerds und Geeks? Was soll das denn sein?
Technisch versierte (oft etwas sonderbare) Berühmtheiten wie die Jungs & Mädels aus den Comedy-Sendungen The Big Bang Theory oder der IT Crowd prägen den Begriff Gadget in unserer heutigen Zeit stark. Aus dem uns bekannten Alltag herausgerissen, verwundern sie uns mit der ein oder anderen klugen, aber doch oft auch merkwürdigen Idee.

Auch die digitale Industrie hat diesen Begriff für sich entdeckt und nutzt ihn gerne für Marketingzwecke. Gerade der asiatische Raum mit sogenannten China Gadgets ist hier stark im Kommen und etabliert sich immer weiter am Markt.

Doch was genau beschreibt der Begriff denn nun selbst?

Oft genutzt, doch stets verschieden

Aufgrund des zuvor genannten Ursprunges des Wortes Gadget, verbinden wir diesen Begriff in unserer heutigen Zeit schnell mit neuer Unterhaltungselektronik im kostspieligen Eurobereich – man denke da nur beispielsweise an das iPhone oder das iPad. Sie waren zur Entstehungszeit des mobilen Elektronik-Marktes eine Prägung und Innovation und durften sich zurecht unter den Deckmantel der Gadets stellen.

Nur zählen die genannten Apple-Produkte nun nicht mehr so ganz dazu. Wir lernen daraus, dass eine „Normalisierung und Standardisierung“ der Idee dazu führen kann, dass früher geglaubte Gadgets plötzlich keine mehr sind! 😯

Außerdem beschreibt das Gadget schon länger auch nicht-technische Dinge, die auch mal nur wenige Euros kosten und über keinen highend Farbdisplay oder Ähnliches verfügen.
Gadgets können in der Regel:

  • Arbeit abnehmen
  • Arbeit erleichtern
  • Nettes Spielzeug sein
  • Raffinierte Ideen sein
  • Originelle Geschenkideen sein
  • Oder gar ein „Party-Gag“ sein

Wesentlicher Kern

Dieser ist letztendlich:

Das Gadget ist meist einfach weitaus durchdachter in seiner Funktionsweise und Zusammenstellung als seine originären Vergleichsprodukte und kann in jeder Produktkategorie oder jedem Anwendungsbereich auftreten.
Manchmal, ja manchmal kann es sogar gewollt total überflüssig sein.
Letzteres soll jedoch nicht das Sortiment von *Gadget-for-You* bestimmen 🙂

Aussprache:

Doch eines hat jedes Gadget gemein:

gadget-comic

Sie überraschen uns durch ihre Ideenvielfalt, Komforterweiterung und Problembehebung für welche sie allesamt geschaffen sind – und diese Tatsache ist definitionsunabhängig.