„Ich, ich, ich“
– wie ausgeprägt ist deine emotionale Intelligenz?

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Wo Menschen aufeinandertreffen sind Konflikte vorprogrammiert. Oftmals entstehen Missverständnisse, Unstimmigkeiten und Spannungen am Arbeitsplatz. Konflikte tragen dazu bei, dass Menschen sich mit unterschiedlichen Meinungen auseinandersetzen. Das wiederrum ist in der Arbeitswelt sehr wichtig. Wären wir alle gleich, würden in manchen Streitpunkten keine kreativen Lösungen entstehen. Bei Meinungsverschiedenheiten sind beide Parteien dazu gezwungen, sich in das Meinungsbild seines Gegenüber hineinzuversetzen. Automatisch beschäftigt man sich mit der Thematik intensiver. Betrachtet im besten Fall beide Seiten. Wägt Argumente gegeneinander ab.

Richtige Konflikte bei der Arbeit, die über eine kleine Meinungsverschiedenheit hinausgehen, sind für die Mitarbeiter ein großer Stressfaktor. Sie rauben kostbare Arbeitszeit und tragen zu keinem guten Arbeitsklima bei. Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz sind daher ein Fang für jedes Unternehmen. Die eigenen Karrierechancen steigen drastisch.

Was ist emotionale Intelligenz?

Um die emotionale Intelligenz bei sich selbst, seinen Kollegen oder dem Chef festzustellen gibt es einen einfachen Trick: achte auf das Wort „Ich“. Der erste Schritt in einer guten Kommunikation ist Zuhören. Achte genau darauf was dein Gegenüber sagt. Höre aktiv zu und frage nach. Das ist nämlich der Schlüssel zur emotionalen Intelligenz – sein Gegenüber zu verstehen. Sich in es hineinversetzen zu können und somit Konflikte zu umgehen. Gemeinsam nach einem Kompromiss zu suchen. Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz versuchen ihr Gegenüber aus der „Du“ Perspektive zu verstehen.

Menschen bei denen die emotionale Intelligenz nicht so ausgeprägt ist führen Gespräche und Diskussionen meist aus der „Ich“ Perspektive. Sie versetzen sich dabei nicht in ihren Gesprächspartner, sondern sehen nur ihre Sichtweise. Der Fokus liegt nicht auf dem Gesagten. Sie sind damit beschäftigt, das Gespräch immer wieder auf sich selbst zu beziehen. Sie vergleichen Gesagtes nur mit ihren eigenen Ansichten. Menschen mit einer nicht ausgeprägten emotionalen Intelligenz ist es somit nicht möglich zwischen dem „Du“ und „Ich“ zu unterscheiden. Man bemerkt es auch an ihrer Wortwahl, in dem immer wieder das Wort „Ich“ in ihren Sätzen fällt, anstatt „Du“ bzw. „Sie“.

Emotionale Intelligenz erkennen

Achte bei dir selbst darauf wie oft du, oder dein Gegenüber, das Wort „Ich“ verwendest. Ist es dir möglich dich in dein Gegenüber hineinzuversetzen? Dessen Gedankengänge zu verfolgen und andere Meinungen zu akzeptieren? Ob im privaten oder beruflichen Leben, höre aktiv zu und achte auf das Wort „Ich“. Wahrscheinlich hast du dann einen Indikator für die emotionale Intelligenz deines Gegenübers – oder von dir selbst.

Training für die emotionale Intelligenz

Wenn du das Prinzip der emotionalen Intelligenz verstanden hast, ist es nicht schwer diese zu erlernen. Achte auf deine Sätze und Wortwahl. Versuche das Wort „Ich“ zu vermeiden. Somit verhinderst du auch deinem Gegenüber deine Meinung einreden zu wollen. Du wirst am Anfang merken, wie schwer es ist. Nach und nach wird sich deine emotionale Intelligenz aber steigern. Du erlernst dich in dein Gegenüber hineinzuversetzen, aktives zuhören und genau nachzufragen. So wirst du deinen Gesprächspartner besser verstehen und weniger Konflikte haben.

2018-03-21T16:39:25+00:0019. Oktober 2017|Gadget-for-LIFESTYLE|0 Kommentare

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